Die Fassade des Neubaus des Kunstmuseums Basel entfaltet ihre Wirkung durch die Symbiose von Stein und Licht: Auf einer Höhe von zwölf Metern umzieht ein drei Meter hoher Fries das Gebäude. Seine horizontal verlaufenden Fugen werden vom einfallenden Tageslicht verschattet. In die Fugen sind weisse LEDs eingelegt, die von der Strasse nicht sichtbar sind, die speziell geformten Hohlkehlen jedoch präzise ausleuchten. Durch die Reflexion am hellen Friesstein entsteht so ein indirektes Licht, das zur Darstellung von Text- und Formelementen genutzt werden kann.

Der Lichtfries wurde als integraler Bestandteil der Architektur konzipiert. Seine subtile Bespielung lässt die Fassade mal mehr und mal weniger transparent wirken und suggeriert unterschiedliche Interaktionen zwischen dem Gebäudeinnern und dem Stadtraum. Tagsüber entspricht die Helligkeit der beleuchteten Fuge derjenigen des Aussenraumes. Für den Betrachter entstehen Licht- und Schattenbilder, die flüchtig sind und dennoch wie gemauert erscheinen. Bei abnehmendem Tageslicht passt sich auch der Fries den neuen Umgebungsverhältnissen an und nimmt an Strahlkraft zu.

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