Wirklich gute Fotos – der Unterschied zwischen Knipsen und Fotografieren

Gute Fotos – eine Frage des Auges

Ob ein Portrait für das Profilfoto in den sozialen Netzwerken, ein Fotobuch voll Erinnerungen an den Traumurlaub oder auch einfach so, weil es Spaß macht: Es gibt viele Gründe, weshalb jemand versucht, möglichst gute Bilder zu machen. Was allerdings noch lange nicht heißt, dass es einfach ist: Verschwommene Bilder, unscharfe Motive, unvorteilhafte Bildausschnitte und vieles mehr können das Foto ruinieren. Dabei ist es gar kein Kunststück, ein wirklich gutes Foto zu schießen – vorausgesetzt, man kennt ein paar einfache Tricks.

Denn man braucht weder eine High-End-Kamera noch Profiwissen über komplexe Kurven, um großartige Fotografien zu schaffen: In erster Linie brauchen Sie Kreativität und einen wachen Blick. Wir verraten Ihnen, wie Sie auch ohne komplizierten Fach-Jargon und überteuertem Equipment gute Aufnahmen erstellen können. Denn letztlich ist ihr wichtigstes Hilfsmittel beim fotografieren immer noch ihr Auge!

Die Hardware

Ein alter Fotografen Witz sagt, der Unterschied zwischen einem Profifotografen und einem Hobbyfotografen wäre ganz einfach der, dass der Profi mit dem Fotografieren Geld verdient, während der Hobbyfotograf Geld verdient, um zu Fotografieren. Und tatsächlich ist die Ausrüstung, die der ambitionierte Fotograf im Fachgeschäft kaufen kann, nicht nur sehr vielfältig, sondern zuweilen auch recht kostspielig. Aber um ehrlich zu sein: Das braucht es nicht.

Sicher: Die passende Hardware erleichtert es, scharfe Bilder zu machen. Aber manchmal braucht es gar keine Perfektion, um ein perfektes Bild zu bekommen. Denn auch wenn Körnung, Schärfe/Unschärfe, die Wahl des Objektivs und vieles mehr in Könnerhänden zu Stilmitteln werden können, so sind sie doch nicht nötig, um ein gutes Bild zu kreieren.

Viel dringender als kostspieliges Equipment braucht ein Fotograf drei Dinge: Ein Motiv, eine gelungene Komposition und das passende Licht.

Das Motiv

Das Wichtigste zuerst: Die Wahl des Motivs. Denn schließlich ist das Motiv die Grundlage eines jeden Bildes. Machen Sie sich keine Gedanken, dass das Motiv „besonders“ oder „wichtig“ sein muss – auch ein unscheinbarer Krokus, der sich gerade durch die Erde gewühlt hat, kann ein Bild wert sein, denn die Schönheit des Motivs liegt im Auge des Betrachters. Die Kunst ist es, die Schönheit, die der Fotograf sieht, so festzuhalten, dass auch andere sie beim Betrachten des Bildes wahrnehmen können.

Wenn Ihnen etwas erscheint, als sollte es in einem Bild festgehalten werden, dann sollten Sie sich nicht durch scheinbare Banalität abhalten lassen. Im Gegenteil: Gerade besonders schlichte Objekte haben oft einen ganz besonderen Zauber, wie viele stilvolle Design Produkte zweifelsohne exemplarisch aufzeigen. Genau dieser Charakter eines Objektes ist es, den Fotografien festhalten und greifbar machen. Und in Zeiten der digitalen Fotografie ist es schließlich kein Problem mehr, ein paar Bilder mehr zu machen, bis auch ein scheinbar banaler Gegenstand schließlich seine Schönheit zeigt und im rechten Licht erscheint.

Die Komposition

Aber natürlich besteht ein Bild (wenn es nicht gerade vor einer Hohlkehle aufgenommen wurde) selten allein aus dem Motiv: Neben diesem visuellen Hauptelement gibt es normalerweise noch jede Menge andere Elemente, die die Wirkung des Bildes beeinflussen.

Oftmals ist das Bauchgefühl bereits ein guter Ratgeber, welche Anordnung ansprechend wirken. Besonders Symmetrie wirkt harmonisch auf das menschliche Auge: Ein mittig platziertes Motiv verleihen Ruhe und Balance. Aber Vorsicht: Bei zu viel Harmonie wird die Fotografie schnell langweilig! Um dem Bild Pfiff zu verleihen, hat sich die sogenannte „Drittelregel“ bewährt, bei der das Motiv an einem unsichtbaren Rasters ausgerichtet im vertikalen oder horizontalen Drittel des Bildes angesiedelt wird. Symmetrische Bedürfnisse des Auges werden so erfüllt und dennoch Spannung in das Bild gebracht.

Das Licht

Eine enorm wichtige Rolle bei der Fotografie spielt das Licht: Es zaubert Stimmung, betont und akzentuiert – je nachdem, wie es gewählt ist. Und das Beste daran: Sie brauchen kein Fotostudio mit zahlreichen Speziallampen, sondern können oftmals ganz einfache Mittel wählen, um ihr Motiv ins gewünschte Licht zu setzen.

Hartes Licht formt starke Kanten und intensive Hell-Dunkel-Kontraste. Im Freien finden Sie hartes Licht vor allem am Morgen, wenn die Sonne ihre schon intensiven Strahlen schräg abstrahlt. Im geschlossenen Raum können sie es durch direkte Lichtquellen erzeugen. Diese müssen keineswegs Speziallampen sein: Auch mit der Taschenlampe Lumix von XD-Design können Sie Lichtakzente setzen, während Sie mit einer Schreibtischleuchte, wie der Rima Schreibtischleuchte, die Möglichkeit haben, Ihr Motiv mit einer variablen Lichtquelle breitflächig zu beleuchten. Weitere tolle Beleuchtungsideen finden Sie übrigens in unserer Kategorie Beleuchtung.

Weiches Licht hingegen ist stimmungsvoller, verleiht der Fotografie eine sanfte Art und ist vor allem bei Portraits sehr beliebt. Im Freien ist es schwer zu finden, da dafür Abstrahlflächen benötigt werden, die das Sonnenlicht streuen. Im geschlossenen Raum hingegen ist weiches Licht einfach zu erzeugen: Während im Studio hierfür normalerweise eine Softbox verwendet wird, gibt es für den Hobbyfotografen auch andere, bequemere Lösungen. Mehrere indirekte Lichtquellen erzielen im Raum verteilt einen ähnlichen Effekt. Haben Sie keine indirekten Lichtquellen zur Hand, so tut es auch ein gespanntes weißes Laken, von dem aus das Licht auf das Motiv strahlen kann: Im Nu zaubern Sie so weiches Licht für stimmungsvolle Bilder. Unser Geheimtipp hier: Der reflektierende Regenschirm von Suck UK schützt nicht nur vor Wetterumbrüchen, sondern reflektiert auch eingestrahltes Licht für fantastisch ausgeleuchtete Bilder!

Mit einfachen Tipps zu tollen Fotografien

Wie Sie sehen, können ein paar ganz einfache Tipps Ihnen helfen, mehr aus Ihren Bildern zu machen. Dafür braucht es weder teures Equipment, noch eine professionelle Ausbildung. Was es aber auf jeden Fall braucht, sind Kreativität, Freude am Fotografieren und jede Menge Anregungen. Und wenn Ihnen eben diese Anregungen noch fehlen, dann werden Sie doch einen Blick in unsere Produkte auf Red Dot 21 – hier werden Sie bestimmt jede Menge tolle Inspirationen finden!

Und für alle, die gerne mehr darüber erfahren möchten, wie Sie wirklich gute Fotografien machen können, halten wir hier auch das neue Buch BIG SHOTS! Die Geheimnisse der weltbesten Fotografen. für Sie bereit, in dem Henry Carroll in einfachen Worten weitere Tricks rundum gelungene Fotografien aufdeckt.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Fotografieren!

 

Veröffentlicht am 11.04.2017

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