Leuchte Chantal von Slamp

Licht wirkungsvoll für die Gestaltung der Wohnung einsetzen

Damit wir uns in den eigenen vier Wänden richtig wohlfühlen können, ist es wichtig, dass Sie vor der Anschaffung einer Lampe, die unterschiedlichen Effekte kennen lernen, die das Licht in verschiedenen Räumen erzeugen kann.

„Etwas ins rechte Licht rücken“

Wenn wir davon sprechen „etwas ins rechte Licht zu rücken“ geht es darum, etwas günstig zu präsentieren und vorteilhaft erscheinen zu lassen. Und genau diesen Effekt soll das Licht in unserer Wohnung erzielen, es soll die Vorteile des Raumes präsentieren und eine angenehme Stimmung erzeugen. Die Gestaltung von Licht gilt heute als fester Bestandteil der modernen Architektur und ist eng mit der Raumplanung verbunden. Bereits 1922 erkannte das schon der namhafte schweizerisch-französische Architekt Le Corbusier als er sagte:

„Architektur ist das kunstvolle, korrekte und großartige Spiel der unter dem Licht versammelten Baukörper.“

Werden die Farben und das Licht auf die Größe des Raumes und den Schnitt abgestimmt, trägt es dazu bei, eine optimale Raumwirkung zu erzeugen, das Raumgefühl zu verbessern und eine gute Stimmung hervorzurufen.

Lampe Arboreus von Albluxx
Lampe Arboreus von Albluxx

Lichtquellen als Stimmungskanone nutzen

Ein angenehm beleuchteter Raum lässt uns wohlfühlen und wirkt positiv auf unsere Stimmung und Psyche. Als Maßstab für ein positives oder negatives Empfinden bei der Wirkung von Licht gilt das natürliche Licht der Sonne. Es unterscheidet sich je nach Jahreszeit, bestimmt unseren Tag- und Nachtrhythmus – unsere innere Uhr – und nimmt Einfluss auf unsere Hormonproduktion, die letztlich ausschlaggebend für unsere Stimmung ist. Diese Erkenntnis können wir für die Wahl der Beleuchtung heranziehen und können versuchen das Licht mit seiner natürlichen Wirkung in unseren Wohnräumen nachzuahmen. Intelligente Lichtsysteme sind heute beispielsweise schon in der Lage sich per Knopfdruck an den Tageslichtanteil im Raum automatisch anzupassen. Aber auch mit herkömmlichen und altbewährteren Lichtsystemen gelingt es uns eine harmonische Wirkung zu erzielen, die Balsam für die Seele ist. Für den Einsatz der richtigen Beleuchtung ist es deshalb sinnvoll einige Grundregeln zu kennen.

Die Grundregeln der optimalen Beleuchtung

Bevor Sie beginnen über die geeignete Beleuchtung zu grübeln, sollten Sie einige Grundregeln für eine optimale Beleuchtung beachten. Behalten Sie beim Kauf Ihrer Lampen und Leuchten deshalb folgende Eigenschaften im Hinterkopf:

Die Lichtfarbe

Das Licht hat verschiedene Eigenfarben, die sich in warmweiß, neutralweiß und tageslichtweiß unterscheiden. Ausschlaggebend für die Definition ist der Wert Kelvin, der die Farbtemperatur misst.

Die Farbwiedergabe

Bei der Farbwiedergabe geht es um die natürliche Wirkung, die Licht erzeugen kann. Ein Unterschied entsteht durch die in der Lichtquelle enthaltenen und gleichmäßig verteilten Spektralfarben. Sind diese ungleichmäßig verteilt, wirken die Farben der angestrahlten Gegenstände nicht so, wie man sie mit dem bloßen Auge wahrnimmt. Es entsteht eine Verfälschung.

Die Energieeffizienz

Die Energieeffizienz drückt aus, wie viel Lichtstrom (= Lumen, lm) pro Watt erzeugt wird, was dann mit lm/W (= Lumen pro Watt) gekennzeichnet wird. Halogenlampen erreichen beispielsweise 20 lm/W, LEDs 50 lm/W, Energiesparlampen 60 lm/W und stabförmige Leuchtstofflampen etwa 90 lm/W.

Die Beleuchtungsstärke

Im Grunde hilft die Beleuchtungsstärke unserem Auge und sorgt dafür, dass wir etwas schneller oder weniger schnell mit dem Auge erfassen. Bei einer schlechten Beleuchtungsstärke müssen wir im wahrsten Sinne des Wortes „zwei Mal“ hinschauen. Sie wird in Lux (Abkürzung: lx) gemessen und beschreibt die Lichtmenge, die auf eine Fläche trifft.

Die Option zur Verstellbarkeit der Lampe

Selbstverständlich kommt es nicht auf die Funktion des Verstellens an sich an, die eine Leuchte mitbringen sollte, sondern darum, dass sie ausgerichtet werden kann, damit sie unser Auge nicht blendet und glatte, glänzende Flächen nicht spiegelt. Denn das führt dazu, dass das Auge schneller ermüdet und die Konzentration beim Lesen nicht lange aufrechterhalten werden kann.

Das indirekte- und direkte Licht

Je nachdem, welche Arten von Lampen im Raum eingesetzt werden, erzeugen sie aufgrund ihrer Eigenschaft unterschiedliche Lichteffekte und lenken das Licht. Eine indirekte Beleuchtung beispielsweise reflektiert das Licht von Decken und Wänden, sorgt für eine gleichmäßige Ausleuchtung des Raums, wirft kaum Schatten und wird als weich empfunden. Wenn das Licht allerdings unmittelbar in den Raum oder auf eine Nutzfläche abgegeben wird, so wie bei einer Schreibtischlampe, sprechen wir von einer direkten Beleuchtung.

Die optimale Beleuchtung für Ihr Zuhause

Aufbauend auf den Grundregeln der optimalen Beleuchtung können wir herausfinden, wie das Licht unser Raumempfinden beeinflusst. Während bei dem Bezug einer Mietwohnung die Architektur bereits feststeht, kann bei dem Bau eines Eigenheims die Architektur und somit auch die Beleuchtung direkt mitbestimmt werden. Viele Unternehmen haben sich auf Lichtgestaltungen spezialisiert und können Ihnen bei der Planung der gelungenen Beleuchtung weiterhelfen. Es empfiehlt sich außerdem rechtzeitig über eine optimale Verteilung der unterschiedlich benötigten Lichtquellen und die Platzierung von Steckdosen Gedanken zu machen, um beispielsweise spätere Enttäuschungen durch das Verlegen von hässlichen Verkabelungen quer durch den Raum zu vermeiden.

Leuchte Omi
Leuchte Omi

Die richtige Belichtung für ein besseres Raumgefühl

Wenn die Architektur der Räume bereits gegeben ist, so wie in einer Mietwohnung, dann sollten Sie sich die Beschaffenheit der Räume intensiv anschauen. Um die Wirkung von Licht in den Räumen perfekt auszunutzen, sollten Sie jeden Raum betrachten und auf die Größe und die Höhe der Decken achten.

In diesem Fall folgt die Lichtgestaltung also der Architektur und Sie sollten die Gegebenheiten der Räume kennen, bevor Sie sich für eine optimale Beleuchtung entscheiden. Es ist besonders wichtig, dass das eingesetzte Licht für harmonische Proportionen des Raumes sorgt. Eine große Rolle spielen hierbei die im Raum zum Einsatz kommenden Farben. Die für die Wände und Decken verwendeten Farben haben einen enormen und nicht zu unterschätzen Einfluss auf die Wirkung des Raumes im Zusammenspiel mit der Beleuchtung. Im Grunde beginnt der Weg zur Wohlfühlbeleuchtung also bereits mit dem Streichen der Decken oder dem Tapezieren der Wände.

Die Wirkung von Farbspektren ausnutzen

In Kombination mit den richtigen Wand- und Deckenfarben können Sie die gewünschte Raumwirkung optimal erzielen, wenn Sie die Wirkungen der Farben kennen. Denn sobald das menschliche Auge die unterschiedlichen Farben wahrnimmt, werden stimmungsaufhellende Substanzen im Körper ausgeschüttet, die automatisch ein Wohlbefinden auslösen. Beruhigende, warme Farben eignen sich zum Beispiel für eine harmonische und gemütliche Atmosphäre, wie im Wohnzimmer und bewegen sich in dem Farbspektrum zwischen Rot und Gelb. Nutzen Sie zum Beispiel Hellgelb, Koralle, Pfirsich oder Orange. Für die Küche hingegen können auch kühlere beziehungsweise kalte Farben gewählt werden, die eine gefühlte Frische erzeugen. Der kalte Farbbereich beinhaltet dominierend die Farbe Blau. Auch für das Schlafzimmer sind kalte Farben, wie beispielsweise blasses Blau, Pastellgrün und Lavendel empfehlenswert. Wenn Sie Lust haben etwas zu experimentieren sollten Sie die Farben Mintgrün und Salbeigrün verwenden, um Nuancen zu schaffen. Warme Farben werden für das Schlafzimmer traditionell zwar weniger genutzt, können aber ebenso gemütlich und sehr stillvoll sein, solange Sie nicht zu kräftig sind.

Dunkle und kräftigere Farbtöne

T+T Pendelleuchte von DarkT+T Pendelleuchte von Dark
Dunklere und kräftigere Farbtöne lassen einen Raum weniger geräumig wirken. Der Grund dafür ist, dass die Wände das Licht sozusagen „schlucken“ und die Reflektion der Wände zurück in den Raum sehr gering ausfällt. Eine helle Holzverkleidung gibt beispielsweise nur 35 % des Lichts wieder in den Raum ab, während die weißen Wände satte 85 % zurückgeben. Dunklere Räume wirken also automatisch enger, weil das Auge die dunkleren Farben als nah empfindet. Es kommt bei der Anschaffung einer Lampe für dunklere Räume also verstärkt auf die Farbwiedergabe der Lampe an, um das Raumgefühl natürlich halten zu können. Für Wohnräume sollte der Farbwiedergabe-Index einer Lampe mindestens Ra = 80 betragen. Wenn Sie mehr über die Wirkung von Farben erfahren möchten, empfehlen wir Ihnen unseren Beitrag „Die Kraft der Farben“.

Die Wirkung von Lichtquellen ausnutzen

In kleinen Räumen

Helle Farben an Decken und Wänden eignen sich besonders für kleinere Räume, weil sie dadurch automatisch größer wirken als sie tatsächlich sind. Der Boden kann als Gegenspieler in einer dunklen Farbe gehalten werden, ohne dass die Größenwirkung des Raumes beeinträchtigt wird. Aufgrund der besseren Lichtreflektionen der Wände, die bei helleren Farben gegeben ist, können auch Lampen mit weniger Watt zum Einsatz kommen – sie erzielen trotz reduzierter Wattzahl die gleiche Wirkung von Helligkeit, wie bei einer vergleichbaren Lampe mit mehr Watt. Geeignet sind zum Beispiel helle Creme-oder Pastelltöne.

Für mehr Raumhöhe

Damit ein Raum größer wirkt als er ist, müssen für die Wände und Decken nicht zwingend die gleichen hellen Farbtöne gewählt werden. Der Farbton der Decke darf dann gerne etwas heller sein als die Farbe an der Wand. Das öffnet den Raum nach obenhin und verleiht ihm mehr Höhe. Benutzen Sie am besten indirektes Licht, zum Beispiel von Deckenflutern oder Wandleuchten, die das Licht auf den oberen Bereich der Wand strahlen, um das Zimmer optisch höher wirken zu lassen. Hängt ausschließlich eine Lampe in der Mitte des Raumes, kann der gewünschte Effekt der optischen Raumvergrößerung leider nicht erzielt werden, und der Raum wirkt dadurch kleiner. Vorziehen sollten Sie dann besser Seil- oder Schienensysteme, die das Licht im gesamten Raum – bis in die Ecken – verteilen, überall dort, wo es gebraucht wird. Die gleichmäßige Lichtverteilung lässt sich durch das Verwenden von LEDs zusätzlich unterstützen. Letztlich ist eine Kombination aus mehreren Lichtquellen empfehlenswert.

Oder: Hohe Räume mit Licht niedriger wirken lassen

Wenn Sie bereits Räume mit hohen Decken haben, so wie es bei Altbauwohnungen häufig der Fall ist, sollten Sie die Wände heller als die Decke streichen. Der Raum wirkt dadurch niedriger und zu den Seiten hin offener. Setzen Sie als Grundbeleuchtung ein Licht ein, das auf die Seitenwände strahlt.

Für mehr Raumtiefe

In einem offenen und großzügig gestalteten Raum wirken warme und kräftige Farben, die den Raum gliedern und sich in die Richtung des Betrachters schieben. Helle und kühle Farben treten dagegen optisch zurück und weiten den Raum. Für die optimale Beleuchtung eignen sich breit streuende Einzelleuchten und abwechselnd hellere Lichtzonen, die das Licht bündeln und zum Beispiel Bilder durch eine Akzentbeleuchtung hervorheben. Halogenlampen ziehen den Blick des Betrachters schnell auf sich und eignen sich, um Akzente im Raum zu setzen, allerdings verbrauchen sie auch mehr Energie als LEDs. Die Kombination aus einer dimmbaren Grundbeleuchtung mit verschiedenen Lichtquellen, wie Steh-, Tisch- und Wandstrahler, verleiht dem Raum eine gelungene Spannung mit der die Atmosphäre nach Belieben bespielt werden kann.

Passend zu diesem Thema empfehlen wir Ihnen auch unseren Beitrag „Beleuchtung für ein angenehmes Ambiente“.

Veröffentlicht am 20.06.2017

Zur Übersicht
Top