Kleine Kompaktkamera für große Bilder: RX1RM2 von Sony

Kleine Kompaktkamera für große Bilder: RX1RM2 von Sony

Die Geschichte der Kameras

Von den damaligen Kameras bis zu den heutigen Kompaktkameras war es ein langer Weg. Daguerre hatte gemeinsam mit Joseph Nicéphore Niépce das Daguerreotypie-Verfahren entwickelt und damit eine Möglichkeit, Spiegelbilder der Realität dauerhaft auf eine lichtempfindliche Schicht zu bannen. Auch der US-Amerikaner Samuel Morse, Künstler, Kunstprofessor und Erfinder des Telegraphen, war hingerissen, als Louis Daguerre ihn in die Geheimnisse der Daguerreotypie einweihte, und bezeichnete sie als „eine der schönsten Entdeckungen des Zeitalters“. Eine Entdeckung, die, wie Daguerre fand, nicht nur einigen wenigen Privilegierten zu Gute kommen sollte. Er überließ seine Erfindung im Tausch gegen eine lebenslange Rente der französischen Regierung, die dieses Verfahren der Allgemeinheit schenkte. Und tatsächlich begann damit eine rasche Verbreitung und Weiterentwicklung der Fotografie. Die Menschen waren fasziniert von den originalgetreuen Bildern – und von der Möglichkeit, Bilder von sich selbst anfertigen zu lassen. Den Luxus, sich von Porträtmalern oder -zeichnern abbilden zu lassen, hatten sich bis dahin nur wenige leisten können. Eine Daguerreotypie und später Fotografie machen zu lassen, war ungleich günstiger, sodass rasch auch erste Fotos von Arbeitern, Bauern oder Verbrechern entstanden. Wer allerdings in den Anfangszeiten der Fotografie Ende der 1830er Jahre eine Aufnahme machen wollte, musste noch viel Geduld mitbringen: Belichtungszeiten von bis zu 15 Minuten verlangten insbesondere den Porträtierten einiges an Disziplin ab.

Ein gutes Foto sagt mehr als 1.000 Bildchen

Heute, fast 180 Jahre später, ist das alles kaum mehr vorstellbar. Innehalten und Stillstehen? Auf Dias oder entwickelte Fotos warten? In Zeiten des Smartphones fast undenkbar. Stattdessen wird kurz das Mobiltelefon gezückt, das uns ohnehin auf Schritt und Tritt begleitet, auf den Auslöser gedrückt und das Foto binnen Sekunden bearbeitet, gespeichert, gelöscht, geteilt oder gepostet. So entstehen jeden Tag Milliarden Fotos: Allein auf Instagram werden durchschnittlich 768 Fotos hochgeladen – pro Sekunde (Quelle: www.internetlivestats.com). Wir sind im wahren Zeitalter der Fotografie angekommen – oder vielmehr: des Knipsens.

Denn auch, wenn sich die Smartphone-Kameras weiterentwickeln und besser werden, können die Handyfotos schon qualitativ einfach nicht mit Aufnahmen mithalten, die mit einem Fotoapparat gemacht wurden. Auch das Prozedere ist weitaus liebloser: In jedem Moment, der irgendwie erinnerungs- oder teilungswürdig erscheint, wird das Objektiv des Mobiltelefons spontan auf das Objekt des Interesses gerichtet und abgedrückt, das heißt, es sind meist pure Schnappschüsse. Ausnahmen bestätigen bekanntlich die Regel. Wer sich hingegen dafür entscheidet, einen Fotoapparat wie beispielsweise eine digitale Spiegelreflexkamera zu benutzen, tut dies bewusst. Immerhin ist er zusätzlicher Ballast. Aber er eröffnet eben auch weit mehr fotografische Möglichkeiten. Wer ihn zur Hand nimmt, signalisiert, dass er etwas sieht, was den Aufwand lohnt, ein Motiv, das etwas mehr Aufmerksamkeit und Hinwendung fordert, etwas, das die Mühe eines ordentlichen Fotos wert ist. So können Fotos entstehen, die die Zeit kurz anzuhalten scheinen.

Die digitale Kompaktkamera RX1RM2 von Sony: Eine für Alles

Ein guter Kompromiss für ambitionierte Laien und als Zweitkameras für Profis ist die digitale Kompaktkamera, die erstmals Anfang der 1990er Jahre auf den Markt kam. Sie ist ähnlich handlich und leicht wie ein Smartphone und findet ohne Weiteres in der Hand- oder Jackentasche Platz, ist aber unter technischen Gesichtspunkten mit optischem Zoom, lichtstarken Objektiven, eingebautem Sucher und größeren Bildsensoren wesentlich komplexer als eine Smartphone-Kamera und bietet so alle Voraussetzungen für eine bessere Bildqualität.

Eine solche Kompaktkamera wurde beim Red Dot Award: Product Design 2016 mit einem Red Dot: Best of the Best für höchste Designqualität ausgezeichnet: die DSC-RX1RM2 von Sony. Ausgestattet mit einem 35-mm-Zeiss-Sonar-Objektiv mit fester Brennweite und heller Blende (max. F2,0), einem 35-mm-Vollformat-Sensor mit 42 Megapixeln, einem leistungsstarken Bildprozessor sowie einem variablen optischen Tiefpassfilter ist die Kamera technisch ausgereift. In diesem extrem kompakten und nur etwa handtellergroßen Magnesiumgehäuse (11,3 x 7 x 3,3 cm), das lediglich 500 Gramm wiegt, verbirgt sich nicht nur ein ausklappbarer Sucher und ein schwenkbarer LCD-Monitor, sondern eben auch die Technik, um derart hochauflösende Bilder aufzunehmen, dass sie sogar großformatig ausgedruckt werden können.

Das Design: Back to basics

Überzeugen kann die Kamera aber eben nicht nur technisch, sondern auch in gestalterischer Hinsicht. Verantwortlich für das Design ist Noriaki Takagi Senior Designer im Sony-Designteam. Er behielt bei der Gestaltung der Kamera die ganze Zeit das große Ganze, „das Ziel hinter dem Ziel“, im Auge, was dazu führte, dass viele Gestaltungsansätze erst einmal verworfen wurden, und der gesamte Fertigungsprozess noch einmal überdacht wurde, um die Kamera so kompakt wie möglich bauen zu können: „Durch die Eliminierung aller überflüssigen Elemente sind wir letztlich bei einem eher schlichten Design gelandet, das am besten zu solch einer Kamera passt“, so der Designer. „Wir haben die Kamera größtenteils auf Basis ihrer Funktionen gestaltet, weniger, um einen Retro-Look zu erzielen. Zudem haben wir eng mit den Personen, die für die Entwicklung der Mechanik verantwortlich sind, zusammengearbeitet, um das endgültige Erscheinungsbild festzulegen.“ Das Ergebnis ist eine überaus reduzierte und funktionale Gestaltung, die eine gute Übersichtlichkeit bietet. Sie liegt ausgesprochen kompakt in der Hand, ist dabei leicht, robust und langlebig.

Die Designexperten des Wettbewerbs hat die Kompaktkamera schnell überzeugen können. Sie begründeten ihre Auszeichnung als eines der besten Produkte in der Kategorie „Unterhaltungselektronik und Kameras“ folgendermaßen: „Als eine charaktervolle Weiterentwicklung der Sony-Digitalkameras wird die DSC-RX1RM2 höchsten Qualitätsmaßstäben gerecht. Viele bekannte Details wurden hier bis zur Perfektion geführt. Herausragende funktionale Innovationen bieten vielfältige neue Möglichkeiten. Mit einer 42-Megapixel-Auflösung lassen sich exquisite fotografische Ergebnisse erzielen, sodass diese kompakte Kamera ein perfekter Ausdruck guten Designs ist.“

Auf die Frage, was ihm diese Auszeichnung bedeute, entgegnet Noriaki Takagi nur: „Es ist der Beweis, dass mein Designansatz nicht verkehrt war.“ Dem ist wohl nichts hinzuzufügen. Hier erfahren Sie mehr über die
digitale Sony Kompaktkamera RX1RM2

Veröffentlicht am 19.05.2017

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