Kaffee – eine schwarze Leidenschaft

Kaffee – eine schwarze Leidenschaft

Egal, ob schwarz, nur mit Milch oder auch mit Milch und Zucker – wer Kaffee liebt, der möchte auf das beliebte Heißgetränk nicht mehr verzichten. Nicht ohne Grund gilt es als eines der beliebtesten Genussmittel der Welt.

 

Kaffee oder der „arabische Wein“

Das Wort „Kaffee“ stammt von dem altarabischen Wort „qahwah“ ab, was im übertragenen Sinne so viel bedeutet, wie Kaffee, Wein und andere aus Pflanzen gewonnene Getränke. Deshalb sagte man früher zu Kaffee auch gerne „arabischer Wein“.

Um die Entdeckung, dass sich aus einer Kaffeebohne ein wunderbares Getränk herstellen lässt, ranken viele Geschichten und Legenden. Sie handeln allesamt von der anregenden und muntermachenden Wirkung. Doch nachweisen lässt sich nur, dass die Urheimat des Kaffeebaums tatsächlich Äthiopien ist.

 

Die Geschichte des Kaffees

Die ersten Kaffeepflanzen wurden im frühen 11. Jahrhundert im Jemen auf künstlich bewässerten Küstenhängen am Roten Meer kultiviert. Nach der Eroberung der arabischen Halbinsel im Jahr 1517 durch die Türken, zog die Kaffeekultur auch am osmanischen Hof ein. Von dort an entwickelte sich Kaffee zu einem beliebten Genussmittel. Doch es dauerte, bis das „schwarze Getränk“ auch Europa erreichte. Im Jahr 1615 brachten venezianische Kaufleute erstmals die Kaffeebohne nach Italien, bevor 1645 das erste Kaffeehaus eröffnete. Kurz darauf entstanden weitere Kaffeehäuser in Frankreich, den Niederlanden und in England. Und im Jahr 1673 dann in Deutschland. Das legendäre Wiener Kaffeehaus wurde erst nach 1683 von Franz Georg Kolschitzky eröffnet.

Nachdem der Kaffee zu Anfang ausschließlich aus dem Jemen kam, gelang es den Niederländern im Jahr 1658 die ersten Plantagen auf Sri Lanka anzulegen. Doch auch dort war die Kaffee-Ernte aufgrund einer sich ausbreitenden Pilzkrankheit nicht lange fruchtbar, sodass auch auf Java und Sumatra im indonesischen Inselstaat ausgewichen wurde. Aufgrund der wachsendenden Nachfrage wurden nahezu alle klimatisch geeigneten subtropischen Zonen weltweit nach und nach mit Kaffeepflanzen kultiviert.

 

Kaffee – vom Luxusgut der Oberschicht zum Volksgetränk

Galt der Kaffee bis Mitte des 16. Jahrhunderts noch als Luxusgut, so wandelte sich dies im Zeitalter der Industrialisierung, als die günstigen Methoden zur Herstellung ins Leben gerufen wurden. Bis Mitte des 19. Jahrhunderts wurde ausschließlich die Sorte Arabica angebaut, die sehr anfällig für Krankheiten war. Im Jahr 1860 entdeckte man dann die wildwachsende Robusta-Pflanze in Uganda, die in niederen Lagen beheimatet und wesentlich widerstandsfähiger war. Erst in den 50er Jahren wandelte sich der Bohnenkaffee zum erschwinglichen und alltäglichen Volksgetränk.

Heute wird der Kaffee weltweit in rund 50 Ländern auf etwa zehn Millionen Hektar angebaut. Die Erntemenge beläuft sich auf weltweit mehr als 150 Millionen Säcke zu je 60 kg, gemessen in den Jahren 2011/12 bis 2017/18.

 

Kaffeepflanzen: Arabica vs. Robusta

Mehr als 70 % des heute weltweit geernteten Kaffees stammt von den Arabicapflanzen aus Kolumbien, Brasilien, Mexiko und Zentralamerika. Die Arabicapflanze wächst und gedeiht ab einer Höhe von 900 Metern und fühlt sich am wohlsten bei einer gleichmäßigen Temperatur und häufigem Niederschlag. Heraus kommt ein Arabica Kaffee, der im Vergleich zu anderen Kaffeesorten wenig Säure enthält, einen geringen Koffeingehalt (zwischen 0,7 und 1,5 %) hat und der über komplexe Geschmacksaromen verfügt. Dagegen ist der aus der Robustapflanze gewonnene Kaffee mit wesentlich mehr Säure durchsetzt und er verfügt über einen fast doppelt so hohen Koffeingehalt (zwischen 2,0 % und 2,5 %).

 

Die Kaffeeaufbereitung

Über einen Zeitraum von zwei bis drei Monaten werden die ständig reifen Früchte der hochwertigen Arabica Sorten für die besten Qualitäten einzeln von Hand geerntet.

Für die Verarbeitung kommen drei Methoden infrage:

  1. Nassaufbereitung: Bei dieser Methode werden die Kaffeefrüchte 12 bis maximal 24 Stunden nach der Ernte mit Wasser vorgereinigt und sortiert. Dann wird das Fruchtfleisch von den Bohnen geschält, per Hand oder maschinell. Von dort aus gelangen die Bohnen durch einen Schwemmkanal in einen Fermentationsbehälter, wo die Gärung stattfindet. Nach ca. 12 bis 36 Stunden werden die Bohnen erneut gewaschen und müssen dann trocknen. Sie gilt als eine der teuersten Aufbereitungsmethoden, weil viel Wasser benötigt wird*.
  2. Halbtrockene Aufbereitung: Nach dem Waschen wird das Fruchtfleisch weitgehend abgequetscht, aber es wird nicht fermentiert, sondern direkt getrocknet. Im Anschluss werden die trockene Fruchthaut und das trockene Fruchtfleisch von den Kaffeebohnen abgeschält*.
  3. Trockenaufbereitung: Die Kaffeekirschen werden zum Trocknen ausgebreitet und mehrmals täglich gewendet, damit keine Gärung entsteht und es schneller geht. Weil die Schicht nur wenige Zentimeter hoch sein darf, ist der Platzbedarf enorm. Es dauert zwischen zwei bis drei Wochen, bis die Früchte nur noch knapp 13 % Restfeuchtigkeit besitzen. Die trockene Fruchthaut und das trockene Fruchtfleisch werden im Anschluss mechanisch oder per Hand abgeschält*.

 

Kaffeezubereitung ganz nach Belieben

Kaffee ist beliebter denn je, und er zählt heutzutage immer noch zu den wichtigsten Handelsgütern der Welt. Selbst, wenn sich die kulturellen Unterschiede der Länder in der Art der Kaffeezubereitung widerspiegeln, haben die Verfahren doch alle eins gemeinsam: Die Kaffeebohnen werden mit heißem Wasser übergossen, damit die aromatischen Stoffe entzogen werden. Die Umsetzung erfolgt per Kannenaufguss handgefiltert oder automatisiert mit einer Kaffeemaschine oder einem Kaffeevollautomaten – ganz nach dem persönlichen Geschmack. Wer wenig Zeit für die Kaffeezubereitung einplanen, den Wunschkaffee auf Knopfdruck erhalten und die neueste Technik zu Hause haben möchte, der ist mit einem modernen Vollautomaten gut beraten.

 

Nespresso – what else?

Für einen traumhaften Kaffeegenuss möchten wir Ihnen deshalb den neuesten Kaffeevollautomaten von Krups Nespresso ans Herz legen. Inspiriert von der Welt der Barista, überzeugt die neue Nespresso Expert durch ihr modernes und einzigartiges Design. Eine bequeme Bedienung wird durch die Verbindung mit dem Smartphone oder Tablet mit der Nespresso App (kompatibel für iPhone-, iPad- und Android-Geräte) mittels der Bluetooth Smart Technologie möglich, mit deren Hilfe Sie Ihre Kaffeelieblinge durch die individuelle Einstellung von Kaffeemenge, Warmwassermenge und Temperatur ganz nach Ihrem Geschmack zubereiten können. Die Expert ist ausgestattet mit einer neuen Tassengröße, dem Americano (25ml Kaffee und 125ml heißes Wasser). Sie verfügt über drei Temperaturstufen und vielen weiteren Annehmlichkeiten. Beim Red Dot Award: Product Design 2017 konnte sie die Experten-Jury mit den Elementen der Benutzeroberfläche, die klar angeordnet sind und eine intuitive Bedienung ermöglichen, überzeugen und wurde mit einem Red Dot ausgezeichnet.

Nespresso Expert

Nehmen Sie sich die Zeit und machen Sie aus der Zubereitung und dem anschließenden Kaffeegenuss Ihr ganz persönliches Ritual.

Und für den nächsten Kaffeeklatsch oder passend zu Weihnachten haben wir Ihnen hier ein Rezept aus dem Buch „Kaffee-Kult von Yasar Karaoglu, bereitgestellt, dass im Jahr 2001 im Verlag Gräfe und Unzer erschienen ist.

 

Schoko-Espresso-Bohnen für 4 Personen

Zutatenliste

  • 50 g weiße Schokolade
  • 50 g geröstete ganze Kaffeebohnen
  • 50 g Vollmilchschokolade
  • Etwa 2 Löffel Kakaopulver
  • Backpapier

Zubereitung

  1. Die weiße Schokolade zerbröckeln und über dem heißen Wasserbad erwärmen, bis sie leicht flüssig ist.
  2. Die Kaffeebohnen mit einer Gabel vorsichtig in die Schokolade rühren, herausheben und mit Abstand auf das Backpapier legen. Abkühlen lassen.
  3. Wenn die Schokolade ziemlich erstarrt ist, die Schokolade um den Bohnen zu kleinen Kugeln formen. In den Kühlschrank stellen bis die Schokoladenhülle ganz fest ist.
  4. Die Vollmichschokolade zerbröckeln, über dem heißen Wasserbad schmelzen, die Kaffeebohnen erneut überziehen und zu Kugeln formen. Die noch leicht warmen Kügelchen mit dem Kakaopulver überstäuben und abkühlen lassen.

 

(Quellen: Kaffeezentrale, https://www.kaffeezentrale.de/kaffeeverarbeitung, Wikipedia, https://de.wikipedia.org/wiki/Kaffee, Statistiken zu Kaffee und Kaffeekonsum, https://de.statista.com/themen/171/kaffee/, Stand:18.10.17).

Veröffentlicht am 27.10.2017

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