Edle Whiskygläser für Genießer

Edle Whiskygläser für Genießer

Die hochwertige Präsentation des alkoholischen Getränks ist dabei zweitrangig. Viel wichtiger ist die Wirkung, die das jeweilige Glas auf die Whiskysorte hat. Denn Form und Stärke des Whiskyglases haben einen umfangreichen Einfluss auf den Geschmack. Welches Glas jedoch die richtige Wahl ist, lässt sich nicht pauschalisieren und hängt dabei maßgeblich von Ihrem persönlichen Geschmacksempfinden sowie von den individuellen Trinkgewohnheiten ab.

Wir stellen Ihnen im Folgenden die wichtigsten Unterschiede und einige edle Whiskygläser vor, mit denen Sie Ihren Whisky genießen können.

 

Vom Quaich zu modernen Whiskygläsern

Quaich
Eines der ältesten Trinkgefäße für Whisky ist der sogenannte Quaich, der aus Schottland stammt und der bis heute traditionell für das schottische Nationalgetränk verwendet wird. Es ist eine Schale, die in der Regel mit einem oder auch zwei Henkeln bestückt ist. Ihre geschichtliche Erwähnung reicht bis in das 16. Jahrhundert, vermutlich noch weiter, zurück. Die Bezeichnung stammt von dem gälischen Wort „cuach“ ab und heißt „Becher“. Dieser wurde zunächst aus Holz, später dann aus Silber und Zinn gefertigt. Der exklusivste Club der schottischen Whiskybranche nennt sich „The Keepers of the Quaich“, zu Deutsch „Hüter des Kelchs“. Es ist ein Zusammenschluss, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, den schottischen Whisky weltweit zu einem höheren Bekanntheitsgrad und mehr Prestige zu verhelfen.

Silber Quaich*

 

Whiskygläser und ihre Formen – darauf kommt es an!

Wie bereits eingangs erwähnt, ist das wichtigste Kriterium bei der Wahl des Glases die Form, die das gesamte Design bestimmt und auf das Getränk maßgeblich einwirkt. Ein breiter und gewölbter Rand führt zum Beispiel dazu, dass die Spirituose breit in den Mund fließen und sich so optimal auf der Zunge entfalten kann. Bei einem klaren, ungefärbten Glas, ist die Farbe der Spirituose zu sehen, die etwas über die Whiskysorte aussagt, weshalb sich Kenner gerne für kristallklare Gläser entscheiden. Heutzutage gibt es eine Reihe von modernen Glasdesigns, die sich für den edlen Tropfen eignen und speziell dafür entwickelt wurden.

 

Whisky Tumbler

Whisky_Tumbler
Eine sehr verbreitete und gängige Whiskyglassorte sind die sogenannten Tumbler-Gläser, die meist eine gradlinige Form aufweisen, aus dickerem Glas bestehen und stärkere Böden haben. Sie eignen sich für einen guten Bourbon oder Blend Whisky. Die große Glasöffnung führt allerdings dazu, dass die Aromen nicht gleichmäßig aus dem Glas strömen und ggfs. schneller verfliegen, weshalb Sie bei einigen Sorten vom Tumbler-Glas Abstand nehmen sollten. Bei einem Blend ist das kein Problem, bei einem Single Malt verschenken Sie hingegen häufig Potenzial. Unter den häufig verwendeten Begriffen „Whisky Tumbler“ bzw. „Rocks Glas“ versteht man in der Regel dasselbe. Bei einem „Whisky on the rocks“ (dt. „Whisky auf Eis“) empfiehlt sich ein Tumbler schon aus dem Grund, weil sich die Eiswürfel dank der größeren Öffnung leichter einfüllen lassen und diese aufgrund des dickwandigen Glases nur langsam schmelzen.

Crystal Thistle Whisky Tumbler* 

 

Nach oben zulaufende Tumbler-Gläser

zulaufende Tumbler-Gläser
Als eine Alternative zum klassischen Tumbler-Glas gibt es einen nach oben hinzulaufenden Tumbler, bei dem weniger Aromen verloren gehen sollen.

Lamour Herz Tumbler von Stolzle*

 

Nosing-Gläser

Nosing-Glas
Nosing-Gläser oder auch Tasting-Gläser eignen sich besonders gut, um feine Whiskys, wie Single Malts, zu verkosten und deren Duftnoten zu erschnuppern. Sie erinnern an ein Sherryglas, sind tulpenförmig – dadurch leicht bauchig – und verjüngen sich nach oben hin. Die Bauchigkeit ermöglicht das Schwenken der Flüssigkeit, wodurch die Aromen freigesetzt werden. Dank der Verjüngung des Glases können die verdunsteten Aromen gezielter über die Nase aufgenommen werden, um komplexe Geschmacksnoten leichter zu identifizieren. Manche Gläser haben einen nach oben gewölbten Glasrand, damit der Whisky breiter über die Zunge fließen kann und sich die Aromen dort besser verteilen können. Die Gläser sind auch als „Catavino“ oder „Copita“ bekannt. Bei professionellen Verkostungen werden sie oft mit Deckel gereicht, wodurch die Aromen eingefangen werden und sie weitere Geschmacksnuancen zum Vorschein bringen.

Nosing-Glas mit Deckel von Zwiesel*

 

Glencairn-Gläser

Glencairn-Glas
Eine Sonderform des Nosing-Glases und ein absoluter Klassiker ist das sogenannte Glencairn-Glas mit einer ebenso bauchigen, tulpenähnlichen Form und einem kurzen dicken Stiel am unteren Teil des Glases. Es ist sehr beliebt bei Whiskykennern, weil es durch den engen Abschluss das Aroma voll entfalten kann. Zudem liegt das Glencairn-Glas gut in der Hand. Es ist wesentlich stabiler und bruchsicherer als die „Copita“. Die Glaswand ist oft etwas dicker als bei herkömmlichen Nosing-Gläsern.

Glencairn-Glas*

 

Neues Design für das Trinkerlebnis

Norlan Glas
Das Norlan Glas ist ein ganz besonderes Whiskyglas, weil es die beiden Eigenschaften eines Nosing-Glases und die eines Tumblers vereint. Die besondere doppelwandige Glasform im Inneren wirkt beim Schwenken der Spirituose auf das Verhältnis von Oberfläche zu Luft ein und erhöht die Oxidationsrate. Das Ethanol verdampft und das Aroma des Whiskys kann sich optimal entfalten. Aber auch Eiswürfel für einen „Whisky on the rocks“ finden in dem handgebrannten Borosilicatglas, ähnlich wie beim Tumbler-Glas, leicht Platz. Ein zusätzlicher Effekt der doppelwandigen Konstruktion ist die Intensität der Farbe.

Norlan Whiskyglas

 

Wenn Sie passend zu den Whiskygläsern noch eine Lektüre suchen und mehr über die Spirituose erfahren möchten, empfehlen wir Ihnen das Buch Whiskys der Welt, das als unverzichtbares Standardwerk für Whiskykenner und für Neueinsteiger gilt. Und weitere Gläser für andere Spirituosen finden Sie in unserer Kategorie Gläser.

 

Headerbild:
Whiskyglas von Zwiesel erhältlich bei Amazon

Veröffentlicht am 03.04.2018

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