Bauhausstil: als Design und Handwerk sich vereinten

Bauhaus – der Beginn der künstlerischen Moderne

Das Bauhaus entstand mehr oder weniger als direkte Folge der Industrialisierung: Henry van de Velde und Walter Gropius entwickelten ihre Idee des schnörkellosen Gestaltens als Gegenentwurf zu den damals als ästhetisch geltenden opulenten Formen, die im Rahmen der industriellen Produktion kaum noch realisierbar waren. Ziel war es, eine Formensprache zu entwickeln, die mit der aufkommenden industriellen Fertigung vereinbar war, um zu verhindern, dass das Kunsthandwerk völlig an Bedeutung verliert.

Zunächst handelte es sich bei dem „staatlichen Bauhaus“ um eine kleine Arbeitsgemeinschaft, die Künstler und Handwerker zusammen brachte. Aber schon bald sollte das revolutionäre Konzept größere Kreise ziehen. Die schlichten, modernen Entwürfe des frühen Bauhaus erhitzten die Gemüter – wollten sie doch so gar nicht in das gängige Bild von „schönem“ Design oder gar zu „schöner“ Architektur passen, die damals mit reichlich Ornamenten und Stuck verziert war.
Form Follows Funktion – die Bedeutung der Funktion

Der Gründer des „staatlichen Bauhaus in Weimar“, Architekt Walter Gropius, legte das Hauptaugenmerk der Bauhausbewegung anfangs auf dem Bereich Architektur und Bau. Aber dabei blieb es nicht: Denn schnell stellte sich heraus, dass das Konzept in absolut jedem Bereich der Gestaltung sinnvolle Anwendung finden konnte.

Die schlichte, einfache Form die kennzeichnend für den Bauhausstil ist, war in der damaligen Zeit eine gestalterische Revolution: Die Form richtete sich nun nicht mehr rein nach zeit aktuellem ästhetischen Empfinden, sondern folgte stattdessen der Prämisse der Funktion: „form follows function“ – Die Form folgt der Funktion, lautete der Leitspruch, der auch heute noch in vielen gestalterischen Bereichen allgegenwärtig ist.

Tatsächlich ist die Gestaltung der Bauhausbewegung so zeitlos, dass ihre Prinzipien auch in aktuellen Designprodukten noch Gültigkeit haben: So ist beispielsweise die minimalistische Stapelschale Next ein hervorragendes Beispiel, wie wenig ein Produkt braucht, um sowohl funktional, als auch ästhetisch zu sein: Die Nutzung von Beton als Material gibt der Stapelschale eine exklusive Note, die stapelbare Form macht sie besonders platzsparend, während eine integrierte Unterteilung für eine komfortable und ordentliche Aufbewahrung von Kleinteilen sorgt.

Die schlichte, an die Anforderungen der industriellen Produktion angepassten Entwürfe der Bauhausbewegung und ihrer Nachfolger hatten dabei stets das Ziel, Design als Volksgut und nicht wie lange Zeit zuvor als Luxusgut zu betrachten – egal ob im von Bauhaus-Architekten geleiteten sozialen Wohnungsbau oder in funktionellen, pflegeleichten Produkten für den Alltag.

Trotz Auflösung nicht mehr zu stoppen

Als schließlich 1933 die Nationalsozialisten in Deutschland an die Macht kamen, wurde das Ende des „Staatlichen Bauhaus“ eingeleitet: Die revolutionären Entwürfe wurden als „entartet“ verunglimpft. Es dauerte nicht lange, da sahen die Anhänger des Bauhaus ihre Bewegung zur Selbstauflösung gezwungen. Tot war das Bauhaus damit aber dennoch nicht: Viele der kreativen Köpfe emigrierten, um anderswo ihr Werk fortzuführen und trieben so Design und Architektur weltweit weiter voran.

Viele der Kriterien, die damals festgelegt wurden, wie beispielsweise die bedingungslose Funktionalität oder die Ästhetik minimalistischer Gestaltung, haben die Zeit überdauert und gelten jetzt als Standard für modernes Designs. Wenn Sie entdecken wollen, wie eng Design und Funktion auch heute noch verknüpft sind, dann werfen Sie einen Blick auf unsere ausgezeichneten Produkte, die wir Ihnen auf Red Dot 21 vorstellen. Ob das exklusive Büroset Block von Korn Produkte oder auch der fröhlich bunte Wecker FLIP von DesignWright: Die ausgewählten Designprodukte auf Red Dot 21 führen Ihnen eine vollendete Symbiose von Funktion und Design vor Augen.

 

Veröffentlicht am 28.04.2016

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