Das Red Dot Design Museum zeigt japanisches Design

Noch bis zum 19. März 2017 kann man sich in der Ausstellung mit dem Titel „Design im Zeichen des Kreises“ von den knapp 100 Produkten, Kommunikationsarbeiten und Designkonzepten japanischer Designer inspirieren lassen, die schon beim Red Dot Award die kritische Jury überzeugen konnten und eine Red Dot-Auszeichnung erhalten haben.

Von japanischer Technologie über Möbel bis Tableware

Viele der hier gezeigten Designprodukte beruhen auf technologischen Innovationen, die nicht zuletzt von den starken und weltweit bekannten Marken stammen. Hersteller wie Canon, Fujifilm, Mazda, Nikon, Olympus, Panasonic, Sony oder Yamaha sind mit ihren Produkten in der Ausstellung vertreten, die den technischen Fortschritt der japanischen Wirtschaft widerspiegeln. Die genannten Global Player zeigen, wie sie ihre technologischen Errungenschaften in marktfähige gestalterische Lösungen überführen, die sich an einem gelungenen gebrauchsorientierten Design messen lassen. Das Ergebnis sind clever gestaltete Produkte im hochwertigen Design aus den Bereichen: Unterhaltungselektronik, Medizin-und Life-Science, Fahrzeuge, Möbel, Leuchten und Tableware.

Der durchsichtige Tisch

Ein echter Hingucker und ein gelungenes Beispiel für konsequenten Minimalismus nach dem Gestaltungsgrundsatz „Less is more“ ist der „Invisible Table“ [LINK: Produktgeschichte], des japanischen Designers Tokujin Yoshioka. Er kreierte den farblosen und durchsichtigen Tisch mit einer quadratischen Tischplatte aus einem einzigen Stück Acrylglas in einem innovativen Gussverfahren. Der funktional hochwertige Tisch wirkt in jedem Raum ästhetisch und erscheint beinahe unsichtbar. Diese offensichtliche Wirkung im Raum brachte dem Tisch seinen Namen. Die faszinierende Symbiose von traditionellem Kunsthandwerk und Spitzentechnologien zeigt dabei die scheinbaren Gegensätze der japanischen Gestaltung auf. Auch westliche Einflüsse, wie beispielsweise der Bauhausstil finden ihren Einfluss in die Formsprache der Produkte und vereinen sie mit dem japanisch traditionellen Stil nach dem Prinzip der Harmonie.

Designprodukte aus Japan erobern das Ruhrgebiet

Es hat seinen Grund, warum die Designprodukte aus Japan ihren Weg ins Ruhrgebiet und besonders auf das Gelände der Zeche Zollverein finden. Hier ist der Red Dot Design Awards beheimatet. Die Jurierung der eingereichten Produkte zum Designwettbewerb findet jedes Jahr im Ruhrgebiet statt. Experten aus der ganzen Welt treffen bei der Jurierung zusammen, um die neuen und innovativen Produkte auf Herz und Nieren zu testen. Die Produkte und Kommunikationsarbeiten werden anhand eines strengen Kriterienkatalogs unter die Lupe genommen und nach Gesichtspunkten, wie Innovationsgrad, Funktionalität, Langlebigkeit oder Selbsterklärungsqualität bewertet. Wenn die Punkte erfüllt sind, erhalten die Produkte das Qualitätssiegel „Red Dot“ und verdienen sich damit ihren Platz im Red Dot Design Museum, so wie auch die japanischen Designprodukte in der Sonderausstellung. Einen Überblick bietet die Broschüre Red Dot Design Museum Essen [PDF-Link]

Lobende Worte zur Ausstellungseröffnung

Zur Eröffnung der Ausstellung mit 70 Gästen, lobte der Bürgermeister Thomas Kufen, Red Dot als eine einzigartige Verbindung innerhalb der internationalen Designszene und wies damit auf die jedes Jahr im Juli stattfindende Red Dot Gala in Essen hin, wo sich das Who`s Who der Branche trifft. Auch der stellvertretende Generalkonsul des Japanischen Generalkonsulats in Düsseldorf, namens Shinsuke Toda, verwies in seinem Grußwort auf die lange Designtradition seines Landes und zeigte sich geehrt, weil die Ausstellung des Red Dot Design Museums einen „großen Beitrag zur Freundschaft“ zwischen Deutschland und Japan liefere.
Eintrittskarten für das Red Dot Design Museum können Sie auch online im Red Dot Shop in der Rubrik „Geschenkideen“ bestellen.

Veröffentlicht am 14.02.2017

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