Hello, Robot. Design zwischen Mensch und Maschine

Hello, Robot. Design zwischen Mensch und Maschine

Vom 27. Mai bis zum 4. November 2018 präsentiert das Gewerbemuseum Winterthur in der Schweiz die Ausstellung „Hello, Robot. Design zwischen Mensch und Maschine“. Erstmals eingehend wird der aktuelle Boom der Robotik untersucht, die seit einigen Jahren Einzug in unser Leben hält und unseren Alltag grundlegend verändert. Es werden mehr als 200 Exponate aus dem Design- und Kunstbereich gezeigt, die stellvertretend für die Variationen in der Gestaltung der Robotik stehen. Darunter finden sich Roboter aus dem Wohn- und Pflegebereich sowie der Industrie, aber auch Computerspiele, Medieninstallationen sowie Beispiele aus Film und Literatur. Sie alle sollen verdeutlichen, dass Design eine zentrale Rolle spielt und als Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine fungiert.

 

Die Neudefinition der Robotik

Die Neudefinition der Robotik

Die Neudefinition der Robotik

Die Robotik hat mit der Digitalisierung im letzten Jahrzehnt eine radikale Neudefinition erfahren, bei der uns Roboter nicht länger nur als Maschinen zum Bau für beispielsweise Autos oder Waschmaschinen begegnen. Sie treten in verschiedensten Formen in Erscheinung und werden nicht mehr ausschließlich von Ingenieuren und Computerexperten gestaltet, sondern von Designern, die den aktuellen Boom der Robotik mit prägen. Beispiele dafür sind kommunizierende Haushaltsgeräte, das sogenannte Internet der Dinge, aber auch selbstlernende Algorithmen in Computerprogrammen, kurz Bots genannt. Die präsentierten Arbeiten stammen beispielsweise von Woody Allen, Disney/Pixar Animation Studios oder von der NASA und vielen anderen. „Hello Robot“ zeigt gleichzeitig die Ambivalenz auf, die sich seit Beginn der Ausbreitung der Robotik beobachten lässt. Es ist eine Debatte über die künstliche Intelligenz, die einerseits als Hoffnung auf eine bessere, technisierte Welt verstanden wird und andererseits die Angst vor einer Entmündigung des Menschen widerspiegelt. Und in diesem Kontext stellt sich auch die Frage nach der Verantwortung von Designern, auf die in der Ausstellung gezielt eingegangen wird.

 

Die Gliederung der Ausstellung in vier Bereiche

Die Gliederung der Ausstellung in vier Bereiche

Die Ausstellung ist in die vier große Bereiche „Science und Fiction“, „Programmiert auf Arbeit“, „Freund und Helfer“ und „Eins werden“ gegliedert, die umfassend die Entwicklung der Robotik darstellen. Im ersten Teil der Ausstellung geht es um die alte Begeisterung der Moderne für den künstlichen Menschen und darum, wie die Populärkultur unser Verständnis von Robotern geprägt hat. Der zweite Teil geht auf die Industrie und Arbeitswelt ein, die für die Robotik den eigentlichen Durchbruch darstellte – ganz im Gegenteil zu heute, bei dem die Roboter in diesem Kontext immer wieder als Bedrohung für die Arbeitnehmer beschrieben werden. „Hello Robot“ betrachtet dieses Thema aus sehr unterschiedlichen Perspektiven und hinterfragt gleichzeitig, wo die Grenzen zwischen automatisierbarer Arbeit und menschlicher Kreativität liegen. In dem dritten Teil der Ausstellung wird die Robotik als eine uns vertraute Technologie aufgezeigt, die uns um im Alltag, Haushalt, in der Pflege oder als digitaler Kamerad begegnet. In dem letzten und damit vierten Bereich geht es um die zunehmende Verschmelzung von Mensch und Robotik, die auch das Beispiel einer sogenannten Smart City oder einer Einpflanzung intelligenter Sensoren umfasst.

 

Der Katalog zur Ausstellung

Der Katalog zur Ausstellung

Der Katalog zur Ausstellung

Begleitend zur Ausstellung ist der Katalog von Mateo Kries, Christoph Thun-Hohenstein, Amelie Klein im Softcover mit 328 Seiten und ca. 250 hauptsächlich farbigen Abbildungen erschienen. Dieser beinhaltet ein Glossar mit den wichtigsten Begriffen rund um die Robotik sowie einen ausführlichen Teil über die Ausstellung und ist in englischer Sprache verfasst.

Hello Robot*

 

Haushaltroboter, die Ihnen die Arbeit im Alltag erleichtern, finden Sie auch auf unserer Website in der Kategorie Roboter. Viel Spaß beim Stöbern!

 

Headerbild: Von Robotern 3D-gedruckte Fussgängerbrücke
Weitere Bilder von oben nach unten:
AIBO Roboter von Sony Cooperation,
lernfähiger Roboter von AKA,
Roboterkleid aus dem Roboterkleid 3D-Druck mit Intel Edison Microcontrollern zusammen mit dem kollaborativen Zweiarm-Roboter YuMi für die Kleinteilmontage,
Roboterspielzeug mit Legoaufsatz

Veröffentlicht am 22.05.2018

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