Von der Idee zur Form – Domeau & Pérès

Von der Idee zur Form – Domeau & Pérès

Seit dem 18. Mai und noch bis zum 14. Oktober 2018 zeigt das Kaiser Wilhelm Museum in Krefeld die Ausstellung „Von der Idee zur Form -Domeau & Pérès“. Das Kaiser Wilhelm Museum konzentriert sich mit der Ausstellung auf eine wichtige Design-Schenkung aus dem Jahr 2017, die es von dem französischen Duo Bruno Domeau & Phillipe Pérés erhalten hat. Gezeigt werden 60 Objekte, die in Zusammenarbeit mit renommierten internationalen Designern, wie beispielsweise Ronan & Erwan Bouroullec, Christophe Pillet oder Eric Jourdan entstanden sind. Neben Möbeln und Objekten werden auch Skizzen, Prototypen und Archivmaterial sowie eine weitere Schenkung – ebenfalls in Form von Objekten und Skizzen – des Designers Peter Ghyczy gezeigt. Diese demonstrieren seine Zusammenarbeit mit dem Chemieunternehmen Elastogran, bei dem er für die Entwicklung von Produkten aus Polyurethan verantwortlich war.

 

Hintergrund und Ursprung der Ausstellung

Hintergrund und Ursprung der Ausstellung

Hintergrund und Ursprung der Ausstellung

Der Appell des Werkbunds für eine Zusammenarbeit von Kunst, Handwerk und Industrie, um Exzellenz und Innovation in den angewandten Künsten zu fördern, gehörte zum Gründungsimpuls des Kaiser Wilhelm Museums. Zum ersten Mal entwickeln die Kunstmuseen Krefeld jetzt eine entsprechend dynamische Ausstellungs- und Sammlungspolitik. Parallel findet die Ausstellung „Das Praktische und das Ideale“ über den deutschen Designer Peter Behrens statt, die als historischer Ausgangspunkt für die Ausstellung „Von der Idee zur Form“ gilt. Deren Fokus ist der kreative Entstehungsprozess von Möbeln anhand des Dialogs zwischen Designern und Domeau & Pérès. Die Entwicklungsschritte, die für die Kreation neuer Möbel nötig sind, reichen von der Skizze bis zur finalen Umsetzung. Anhand ausgewählter Objekte wird der Entstehungsprozess visualisiert. Einzelne Möbelstücke dürfen benutzt und ausprobiert werden, um das innovative Design und die qualitativ hochwertige Verarbeitung der Objekte erleben zu können.

 

Die Wege in der Designlandschaft von Domeau & Pérès

Die Wege in der Designlandschaft von Domeau & Pérès

„Von der Idee zur Form – Domeau & Pérès: Dialoge zwischen Design und Handwerk“ zeigt den außergewöhnlichen Weg, den Domeau & Pérès in der Fülle der Designlandschaft begangen haben, um mit Designern experimentelle und ambitionierte Projekte zu realisieren, die aus heutiger Sicht oftmals wegweisend waren. Die Ausstellung verdeutlicht den produktiven Austausch zwischen diesen bedeutenden Handwerkern und Designern, wie Matali Crasset, Eric Chevallier, Odile Decq, Jérôme Gauthier, François Mangeol, Elodie Descoubes, Laurent Nicolas, Martin Szekely und Michael Young. Dank der jüngsten Schenkung des deutsch-ungarischen Designers Peter Ghyczy zeigt eine dafür eigens geschaffene Sektion innerhalb der Ausstellung die Zusammenarbeit von Ghyczy mit Elastogran von 1968 bis 1972. Das Konvolut enthält Skizzen, Dokumente sowie Prototypen für realisierte und unrealisierte Design- und Architekturprojekte, darunter der Garden Egg Chair, eine Design-Ikone, die in diesem Jahr ihr 50-jähriges Jubiläum feiert.

 

Über Domeau & Pérès

Über Domeau & Pérès

Im Jahr 1996 gründeten der Polsterer Philippe Pérès (geb. 1970 in Cannes) und der Sattler Bruno Domeau (geb. 1962 in Suresnes) das Unternehmen Domeau & Pérès, um ihr handwerkliches Können und ihre Expertise dem zeitgenössischen Design zu widmen. Bis heute schreibt das Duo Designgeschichte mit Möbeln und Objekten in limitierter Auflage. Sie beide sind bekannt für eine hochwertige und detailorientierte Verarbeitung von Materialien und für ihren kreativen Dialog mit den wichtigsten Vertretern des internationalen Designs. Zudem realisieren Domeau & Pérés im Auftrag von Künstlernachlässen, wie zum Beispiel von Sophie Taeuber-Arp, identische Nachbauten berühmter Möbelentwürfe. Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums ihres Unternehmens schenkten Domeau & Pérès den Kunstmuseen Krefeld und dem Musée des Arts Décoratifs in Paris ausgewählte Designobjekte.

Veröffentlicht am 01.06.2018

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